Mikro-Reisen durch Gedanken und Landschaften. Theresa Steigleder schreibt sich durch Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen, über Waldwege, Strände und die Baustellen von Demmin, immer auf der Suche danach, was „zu Hause“ eigentlich bedeutet. Ihre Texte sind leise und dringlich zugleich: Sie erzählen von einer Begegnung mit einem jungen Geflüchteten in der Regionalbahn, von einer Brennnesselpredigt gegen die Logik des Jobcenters, von einem ganz normalen Samstag, der in einem Zug voller grölender Männer zur Horrorfahrt wird. Steigleder findet die Mikro-Utopien direkt neben dem 24/7-Candyshop und macht aus Sukzession, Rhizomen und verschwundenen Seen eine Sprache für Zusammenhalt in Zeiten, in denen das Miteinander schwieriger wird. Wir freuen uns sehr, ihre Stimme beim ZwischenRaum dabei zu haben. Eine Lesung über Heimat, Wandel und die Frage, wie wir miteinander leben wollen, genau dort, wo diese Landschaften beginnen.